Auf den Spuren der Brüder Grimm

Kassel war für Jacob und Wilhelm Grimm ein zentraler Arbeitsort. Hier sammelten sie Märchen, arbeiteten an Sprache und Überlieferungen und legten den Grundstein für Werke, die bis heute weltweit bekannt sind.

Wie Kassel zur Grimm-Stadt wurde

1806 begannen Jacob und Wilhelm Grimm in Kassel, Märchen zu sammeln. Sie hörten Geschichten, hielten sie schriftlich fest und überarbeiteten sie für ihre Veröffentlichungen. Dabei waren sie auf Menschen angewiesen, die ihnen Erzählungen weitergaben.

Eine wichtige Erzählerin war Dorothea Viehmann aus Niederzwehren. Zahlreiche Geschichten, die sie den Brüdern erzählte, gingen in die Sammlung ein.

1812 erschien der erste Band der „Kinder- und Hausmärchen“, 1815 folgte der zweite. Die persönlichen Arbeitsexemplare der Brüder mit ihren handschriftlichen Anmerkungen und Korrekturen sind erhalten und gehören seit 2005 zum UNESCO-Weltdokumentenerbe.

Die Märchen wiederentdecken

Im Märchenarchiv von Kassel entdecken stehen bekannte Geschichten wie „Hänsel und Gretel“ neben Erzählungen, die heute weniger oft gelesen werden. Das Archiv ergänzt die Orte in Kassel um die Texte, an denen die Brüder hier gearbeitet haben.